Werbung, unbezahlt // Gerade wollte ich den Blogpost schön harmonisch einleiten und erzählen, dass meine Liebe zu und Kauf von einem selbsterhitzenden, austauschbaren Cake-Pop-Maker (der neben den kleinen Kugeln auch Mini-Donuts und kleine Muffins zaubern kann) noch jung und frisch ist, als ich dachte: „Na, scrollste noch mal schnell durch deine Fotos und suchst die Bilder von den kleinen Donuts damals, die du mit dem gepimpten Waffeleisen gebacken hattest…“.

April 2017.

Eeh, whoas? Eigentlich müsste ich zu dem Gerät laufen und mich entschuldigen. Ich hatte ihm damals im Geheimen versprochen, es gaaaanz oft zu benutzen, weil ich ja so verliebt war… Naja. Zum Glück sind Plastik und Metall nicht so nachtragend und haben mir nach ein paar Anläufen trotzdem treu geholfen, diese kleinen Bissen hier zu kreieren.

Das war tatsächlich gar nicht so leicht. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, ein klassisches Donauwellenrezept (aus diesem Buch) so anzupassen und zu entwickeln, dass dieser famose Kuchen auf einen Stiel passt und man sich einreden kann, man habe ja nur ein paar ganz kleine Happen gegessen.

In meiner Vorstellung lief folgender Slow-Motion Werbespot ab:

Im Hintergrund spielt leichter Funkrock. Man beißt in einen perfekt runden Cake Pop und bricht mit Magnumknacken die kühle Schokolade auf – gefolgt von einem Kern aus fluffigem Blondie- und Brownieteig, leichtem Pudding und einer fruchtigen Sauerkirsche.

Die Umsetzung war theoretisch klar: Cake-Pop-Maker erhitzen, Blondieteig in die unteren Vertiefungen gefolgt von Pudding, einer Kirsche und Brownieteig oben drauf, dann schnell das Gerät schließen, ausbacken lassen und voilà – perfekt gerundete, kleine Kügelchen, die nur noch mit Schokolade überzogen werden müssen. Ästhetisch perfekt und easy like Sunday morning.

Tja, Pustekuchen.
Ich kann gar nicht aufzählen, was alles falsch gelaufen ist, bevor ich einen richtigen Weg gefunden hab, meiner Vorstellung auch Realität nachfolgen zu lassen und alle Komponenten gut zu kombinieren – aber letztendlich hat es geklappt! Sie wurden von qualifizierten Probierern getestet und für total lecker empfunden!
Zugegeben, ein wenig unförmig sind die Küchlein am Stiel geraten. Aber wie uns Steven Tyler schon an’s Herz legte: Never judge a book by its cover!

Noch eine kleine Anmerkung, bevor wir mit dem Rezept loslegen: Ein selbsterhitzender Cake-Pop-Maker ist dafür nicht zwingend notwendig. Die Kuchenbällchen können auch in einer Cake-Pop-Silikonform oder ähnlichem gebacken werden!

Cake Pops à la Donauwelle

Portionen: ca. 30 Stück
Zeit: ca. 60-90 Minuten (inkl. Backzeit)
Schwierigkeit: mittel

Zutaten

Für den Teig:

  • 150g weiche vegane Margarine
  • 1/2 Tüte Vanillezucker
  • 150g Zucker
  • 300g Mehl
  • 1/2 Tüte Backpulver
  • 200ml Sojamilch
  • 2 EL veganer Backkakao

Für die Creme:

  • 200 ml Sojamilch
  • 20g veganes Puddingpulver mit Vanillegeschmack
  • 20g Zucker
  • 75g weiche vegane Margarine
  • 250g Sauerkirschen, entsteint und gut abgetropft

Außerdem:

  • 200g vegane Zartbitterkuvertüre
  • 2 TL Kokosöl
  • Cake-Pop-Stäbchen (oder Holzspieße
  • Cake-Pop-Maker (dies ist meiner) oder Cake-Pop-Ofenform
  • Halterung für trocknende Cake-Pops (z.B. Styropor)
Zubereitung

Für den Teig:
Margarine, Vanillezucker und Zucker schaumig schlagen. In einer weiteren Schüssel Mehl und Backpulver vermengen und langsam zur Margarine-Zucker-Masse geben, dann die Sojamilch hinzugeben und einrühren lassen.
Die Hälfte des Teiges abnehmen, unter die andere Hälfte den Backkakao ziehen und die Teige zur Seite stellen.

Für die Creme:
Das Puddingpulver mit einigen Esslöffeln von der Sojamilch anrühren und Zucker hinzugeben. Die restliche Sojamilch bei mittlerer Hitze aufkochen lassen, dann das angerührte Puddingpulver einrühren. Unter ständigem Rühren alles noch einmal aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Die Margarine schaumig schlagen und den abgekühlten Pudding nach und nach unterrühren.
Die Sauerkirschen mit einem Küchentuch trocken tupfen, klein schneiden (sechsteln funktioniert gut, aber je kleiner desto besser) und unter die Puddingmasse rühren.

Cake-Pops im Cake-Pop-Maker backen:
Den Cake-Pop-Maker vollständig erhitzen lassen. Den hellen und dunklen Teig in die Mulden füllen (die Teige nicht vermischen, sondern immer eine ganze Kugel aus einer Teigsorte backen), den Deckel schließen und 8 Minuten ausbacken lassen. Mit zwei Löffeln die Cake-Pops vorsichtig aus der Form lösen und abkühlen lassen. Die abgekühlten Kugeln vorsichtig halbieren.

Cake-Pops im Ofen backen:
Den Ofen auf 200 Grad Celsius (Ober-Unterhitze) vorheizen. Die Teige in die Cake-Pop-Form geben (Teige nicht vermischen, sondern immer eine ganze Kugel aus einer Teigsorte backen) und auf mittlerer Schiene ca. 20-25 Minuten backen. Die abgekühlten Kugeln vorsichtig halbieren.

Für den Schokoüberzug:
Schokolade im Wasserbad schmelzen, Kokosöl hinzugeben und gut verrühren.

Eine dunkle Cake-Pop-Halbkugel ca. 1 cm dick mit der Kirsch-Pudding-Creme bestreichen und eine helle Halbkugel darauf setzen. Einen Stiel hineinstecken, das Cake-Pop-Sandwich mit Schokolade überziehen und zum Trocknen in die Halterung stecken, bis die Schokolade fest ist.

Wenn möglich direkt aus dem Kühlschrank servieren – kalt schmecken sie am besten. Guten Appetit!

CategoriesBacken Food vegan

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