Heilfasten – für eine bessere Gesundheit?

Disclaimer: Ich bin keine Ärztin oder gelernte Gesundheitsfachkraft. Fasten sollte immer unter Aufsicht und Rücksprache mit dem Hausarzt geschehen! Ob gefastet werden darf, muss immer mit Rücksicht auf die eigene Gesundheit und Zustand bewertet werden, was u.a. Gewicht, psychische und physische Zustände wie z.B. Schwangerschaft, Krankheitsgeschichte und allgemeine Verfassung umfasst. Dieser Beitrag ersetzt in keiner Weise eigene Recherche und Supervision durch einen Arzt und es wird keine Haftung übernommen.

Eine Zeit ohne feste Nahrung – wer macht denn sowas?

Fasten ist eine der ältesten Bräuche der Menschheit. Ob freiwillig oder weil einfach eine Zeit lang nichts zu essen da war – Fasten war schon immer Teil unserer Daseins als Mensch und unser Körper ist so ausgerichtet, dass er sich auf solche Zeiten vorbereiten kann. Das Interessante daran ist aber, dass er nicht nur versucht, irgendwie diese Zeit zu überstehen, sondern sie auch nutzt, indem er die Energie aus den Reserven für den eigenen „Hausputz“ aufbraucht. Und weil ich das Gefühl hatte, meine irdische Hülle könnte mal wieder so ein Reinigungsprogramm gebrauchen, hab ich gestern eine kleine Fastenwoche gestartet.

Julian und ich sind schon lange mit dem Fasten vertraut, da wir mit unserer Gemeinde einmal im Monat für 24 Stunden auf Nahrung und Wasser verzichten.
Aber seit drei Jahren fasten wir zusätzlich ein- bis zweimal im Jahr für einen längeren Zeitraum – unserer Gesundheit wegen. Ich bin mit meiner Mutter früher schonmal eine Woche auf Sylt zum Fasten gewesen, aber besonders inspiriert wurden Julian und ich damals von der Dokumentation „Fat, Sick and Nearly Dead“, eine wirklich interessante Geschichte und Herangehensweise an Gesundheit und Wohlbefinden.
Kurz darauf, im Frühling 2017, haben wir uns einen Billigentsafter zugelegt, direkt das erste Mal für zehn Tage Saftfasten durchgezogen und seitdem mehrfach wiederholt.

Ich habe dieses Jahr im Sommer, als Julian seine Fastentage gezählt hat, nicht mitgefastet und beginne jetzt gerade meine Fastenwoche – gestern war der Entlastungstag, an dem ich mich körperlich und mental auf meine kleine Reinigungskur von Innen vorbereitet habe. Auf den Fotos seht ihr mein Frühstück (das ich nicht ganz geschafft hat), das im Optimalfall aus Obst, Bichermüsli und Nüssen bestehen sollte. Ich dachte, ein Glas Wasser (was ich heute, an meinem ersten „richtigen“ Fastentag hauptsächlich zu mir genommen habe) ist nicht unbedingt das hübscheste Beitragsbild 😀
Ich habe mich dieses Mal für die Heilfastenmethode „Buchinger-Fasten“ entschieden, über die ich auch ein kleines Buch habe, das mich dabei begleitet. Bei dieser Methode wird neben viel Wasser auch Tee oder Zitronenwasser getrunken und ab und zu ein verdünnter Obst- oder Gemüsesaft oder eine sanfte Gemüsebrühe gelöffelt. Das ist eine sehr entspannte Form des Fastens und dazu kommt, dass ich nicht jeden Tag etliche Kilo an Obst und Gemüse, waschen, schälen, entsaften und trinken muss.

Was genau ist Fasten?

Fasten bedeutet bewusster Verzicht – und der kann sich in den unterschiedlichsten Formen zeigen. Die klassische Art von Fasten bezieht sich auf Nahrung – für einen gewissen Zeitraum werden nur bestimmte Lebensmittel oder sogar wenig bis keine (feste) Nahrung zu sich genommen. Fastenformen sind zum Beispiel Saftfasten, Wasserfasten, Fasten nach Buchinger, Basenfasten oder Molkefasten. 

Fasten kann aber auch anderer Natur sein, zum Beispiel der Verzicht auf gewisse Medien, Gewohnheiten, Unterhaltungsmittel oder ähnliches. 

Warum Fasten?

Fasten kann, wie zum Beispiel bei uns regelmäßig, von religiösen Gründen herrühren; wir zeigen dem Herrn dadurch, wie wichtig er uns ist und das Geld, das wir für das Essen ausgegeben hätten, wird gespendet, um Anderen in schwierigen Zeiten ein Segen zu sein.

Viele Menschen fasten aber auch der Gesundheit zuliebe; es gibt endlose Berichte und Informationen über die physischen Vorteile von Heilfasten – von Entschlackung und Entzündungshemmung über Krankheitsbekämpfung bis zu Hautverbesserung.
Durch unsere Erfahrung mit Fasten haben wir ein positives, gesundheitliches Fastenerlebnis: Julian, der seit seinen Teenagerjahren an starker Pollenallergie gelitten hat (vor allem hier auf dem Land in einem Haus, das in jede Richtung von Feldern und Wäldern umgeben ist), hat seine Symptome dadurch immens bessern können. So gut wie das Einzige, das er bisher in der Allergiezeit von Mai bis Juli noch gebraucht hat, ist ab und zu ein bisschen Kochsalznasenspray.

Ich nutze diese Woche das Heilfasten nach Buchinger, um einen kleinen Gesundheitsboost zu bekommen, meinem Körper eine Pause zu gönnen und schlechte Rückstände wie z.B. Schlacken oder Gifte aus meinem System herauszubefördern. Außerdem möchte ich mich so und mit einer folgenden besseren Ernährung auf die nasskalte Jahreszeit vorbereiten und das Immunsystem stärken. Für mich gehört zum Fasten auch immer das Beschäftigen mit und Reflektieren von eigenen Gewohnheiten, Gedanken und Verhaltensweisen. Viel Ruhe aber auch Bewegung, Meditation und Zeit an der frischen Luft stehen an der Tagesordnung. Es ist quasi wie ein kleines vorzeitiges In-sich-gehen, vor allem jetzt, wo das neue Jahr schon fast direkt wieder vor der Tür steht.

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