Gefüllte Wurzelbrote nach dem Plötz-Prinzip

Werbung, unbezahlt // Eigentlich sollte der Post schon fertig sein, aber mit leerem Magen schreibt es sich nicht so gut über knusprige Wurzelbrote – ich also eben schnell in die Küche und das erste Porridge der Saison gemacht. Mit Apfel, Zimt, Rosinen und Erdnussmus. Nussmus darf auf keinen Fall fehlen! Oben drauf noch TK-Beerenmix. Und plötzlich finde ich den Übergang zum kalten November gar nicht mehr so blöd. Die Sonne scheint sogar gerade auf die tauüberzogenen Grashalme unserer Terrasse, dass es nur so glitzert. Jetzt nur noch um die schwarzen Johannisbeeren herum essen (ehrlich, ihr versaut den ganzen Beerenmix mit eurer Bitterkeit!) und los geht’s – lasst mich mein neues herzhaftes Lieblingsgebäck mit euch teilen!

Im vorletzten Post hab ich euch ja schon von dem Brotbackbuch von Lutz Geissler (ploetzblog.de) vorgeschwärmt. Die kleinen Babies hier sind aus genau jenem Buch hervorgegangen – weshalb ich auch ein bisschen vorsichtig sein muss, denn es ist nach Regeln und Gesetzen natürlich nicht gestattet, einfach Rezepte zu kopieren; selbst, wenn ich ganz klar mache, dass ich nicht die Urheberin bin, den Urheber nenne und keinerlei Gewinn im Spiel ist.

Aber für jegliche gesetzestechnischen Unannehmlichkeiten können die Wurzelbrote ja nichts; die sind ganz unschuldig einfach nur da und lecker. Innen ähnlich fluffig und luftig wie Baguette, außen aber noch knuspriger und herzhafter. Echt rustikal eben.
Wurzelbrote bekommen ihren Namen von der Form; sie werden vor dem Backen nämlich eingedreht, sodass sie an dicke, feste Baumwurzeln erinnern. Gefüllt werden können sie mit allem, was das Herz begehrt und Ofenhitze abkann. Ich hab in meiner Variante drei Versionen gebacken – eine „Vollversion“ mit Schinken, Käse und Oliven; eine vegetarische ohne Schinken und eine vegane Version, die mit Oliven, getrockneten Tomaten und einer Menge mediterranen Kräutern gefüllt wurde. 

Wir essen Wurzelbrote am liebsten als Snack oder Baguetteersatz zu Suppen, aber meistens sind sie schon nach zwei Tagen weggeputzt, so lecker sind sie.

 

Gefüllte Wurzelbrote à la Lutz Geissler

  • 575g Weizenmehl 550
  • 390g kaltes Wasser
  • 12g Salz
  • 0,4g Frischhefe
  • 25g Olivenöl

Sonstiges:

  • Zutaten zum Füllen (z.B. Rohschinken, Mozzarella, Oliven, getrocknete Tomaten, Nüsse..)
  • 2 Backbleche (ein etwas kleineres, das auf das 1. gelegt werden kann)
Zubereitung:

Das Wasser in eine große Schüssel geben und etwas davon abnehmen, um darin die Hefe aufzulösen. Salz in die Schüssel geben und unter Rühren auflösen lassen. Erst das Mehl, dann das Olivenöl und zuletzt das Hefewasser hinzugeben. Alles gut mit den Fingern zu einem Teig kneten (der Teig wird recht klebrig; das muss so sein). 

Den Teig acht Stunden gehen lassen und möglichst immer wieder währenddessen, aber spätestens dann nach diesen ersten acht Stunden „aufziehen“ – dazu nehmt ihr eine Handvoll Teig am Rand der Schüssel, zieht ihn etwas nach oben und drückt ihn dann in die Mitte, solange, bis der ganze Teig mindestens einmal aufgezogen wurde.
Teig weitere acht Stunden gehen lassen, dann noch einmal aufziehen. Den Teig weitere acht Stunden gehen lassen, dann auf eine sehr gut bemehlte Fläche geben und mit einem Teigschaber in sechs gleich große Stücke teilen.

Ofen und Backbleche auf 250 Grad C vorheizen.

Die sechs Stücke zu jeweils ca. 25 cm langen Rollen formen und drei von ihnen gut mit Füllung belegen (in meiner „Vollversion“ wäre das: geschnittener Rohschinken und Mozzarella, geriebener junger Gouda, gehackte getrocknete Tomaten, in Scheiben geschnittene schwarze Oliven). Belegte Teiglinge mit jeweils einem anderen Teigling bedecken und in sich verdrehen.

Die drei Wurzelbrote sofort auf einem heißen Blech in den Ofen schieben und mit dem anderen, heißen Blech bedecken. Für 25 Minuten bei 230 Grad C backen; nach 5 Minuten das obere Blech aus dem Ofen nehmen.

Wurzelbrote eine Stunde abkühlen lassen und alles selbst aufessen, denn „servieren“ macht sowieso nie jemand wirklich. Oder? 😉

 

CategoriesBacken Brot Herbst

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